Die verlorene Ehre der Katharina Blum : Inhalt

Länge: 106 Min. Format: 35mm Farbe

Kinostart (DE): 09.10.1975, Berlin, Palette (FBW "besonders wertvoll"); TV-Erstsendung (DE): 28.05.1978, ARD

Preise:
Deutscher Filmpreis 1976 (Filmband in Gold für Angela Winkler und Beste Kamera)
IFF San Sebastian 1975 (OCIC-Preis - Preis des spanischen Filmkritikerverbandes)


Am Mittwoch, dem 05.02.1975, am Vorabend von Weiberfastnacht, verlässt eine junge Frau ihre Wohnung, um an einem privaten Tanzvergnügen teilzunehmen. Vier Tage später, nach einer dramatischen Entwicklung klingelt sie an der Wohnungstür des Kriminaloberkommissars Walter Moeding (Harald Kuhlmann) und gibt zu Protokoll, sie habe den Journalisten Werner Tötges (Dieter Laser) erschossen...

Diese junge Frau, Katharina Blum (Angela Winkler), lernt beim Hausball ihrer Tante einen jungen Mann, Ludwig Götten (Jürgen Prochnow), kennen. Sie verliebt sich in ihn, nimmt ihn mit zu sich nach Hause und verbringt die Nacht mit ihm. Am folgenden Morgen wird ihre Wohnung Ziel eines massiven Polizeieinsatzes: Götten ist ein gesuchter Deserteur. Katharina wird als vermeintliche Fluchthelferin abgeführt.

Die Presse berichtet in großen Schlagzeilen über die Verhaftung des Mädchens. An ihrer Spitze die ZEITUNG, ein Millionenblatt. ZEITUNG erscheint tagtäglich mit sensationell aufgemachten und verleumderischen Artikeln über das "Flittchen", die "Mörderbraut".

Gegen die Verfilzung von Öffentlichkeit und Polizeiapparat hat Katharina keine Chance.

Da bestellt Katharina, der nur noch bleibt, ihre Ehre und Menschenwürde zu retten, den Reporter Tötges zu einem Exklusivinterview in ihre Wohnung.

Katharina Blum: "Ich sah sofort, welch ein Schwein er war, ein richtiges Schwein. Er sagte, was guckst du mich denn so entgeistert an, mein Blümelein - ich schlage vor, dass wir jetzt erst einmal bumsen. Ich dachte: 'Bumsen, meinetwegen.' Und ich habe die Pistole herausgenommen und sofort auf ihn geschossen."