Tod eines Handlungsreisenden : Pressestimmen

Länge: 136 Min. Format: 35mm Farbe

Uraufführung: 07.05.1986, München (FBW "besonders wertvoll")

Preise:
Golden Globe 1986 (Bester Darsteller in einem TV-Film, Dustin Hoffman)


The Hollywood Reporter

"Schlöndorffs rasches Tempo und eine beißend komische Seite in Lomans Charakter, die durch Hoffmans Interpretation zum Vorschein kommt, tragen dazu bei, dass diese Produktion die gewichtige Reputation des Stücks als Klassiker nicht ausbeutet. ..."

Art Press

"Dieser Handlungsreisende ist ein Meisterstück. Diese Inszenierung hat etwas von der Qualität eines Traums. Willy Loman, von inneren Dämonen umgetrieben, ist in der Falle des amerikanischen Traums gefangen, auch als dieser Traum um ihn herum schon längst zusammenbricht. Willy Loman ist ein Verlierer und er weiß es ..."

Chicago Tribune

"Hoffmans Schauspielkunst schafft es, den Willy so lebendig zu interpretieren, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass es je einen anderen gegeben hat. ..."

Variety

"Dank vor allem der vitalen Interpretation Dustin Hoffmans wird dieser Handlungsreisende unvergesslich sein. Hoffman gibt Willy Loman eine schreckliche Menschlichkeit, der sich niemand entziehen kann, der sich auch nur ein bisschen für andere Menschen interessiert. ..."

The New York Times

"Ich rede zuviel, ich mache zuviele Witze", gibt Willy zu, "ich glaube, ich sehe ziemlich lächerlich aus." Das ist der Willy, den Dustin Hoffman ins Spiel bringt. Er stattet ihn mit einer Menge nervöser Tics und Gesten aus, die diesen kleinen Mann auf wundersame Weise zum Leben erwecken - unvergesslich. ... Mr. Miller sagte mir, er wolle etwas schaffen, das sowohl ein Kunstwerk, als auch populär sei. Mit dieser Verfilmung ist ihm genau das gelungen."

The Times

"Schlöndorff, der deutsche Regisseur, könnte einem als seltsame Wahl erscheinen für dieses amerikanischste aller amerikanischen Stücke. Aber Schlöndorff und Hoffman haben ein besseres Gespür für die überwältigende Traurigkeit dieses Lebens als jede Inszenierung des Handlungsreisenden, die ich je gesehen habe. ..."

Die Zeit

Von Siegfried Schober

Filmfestival in Venedig; Volker Schlöndorffs Verfilmung von Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" wurde mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle der große Überraschungserfolg

"Schlöndorffs Film, der an Kinowirksamkeit dann vielen "reinen" Kinofilmen am Lido haushoch überlegen war, ... erwies sich als der dritte große Film auf diesem Festival ....

Die Fernsehverfilmung, die bewusst das Theaterhafte erhält, entstand in intensiven 23 Tagen, Michael Ballhaus, der viel für Fassbinder gearbeitet hat, führte meisterhaft die Kamera.

Die Bilder besitzen eine kühlexpressive Ausstrahlung und lenken die Aufmerksamkeit des Zuschauers ganz auf die Gesichter, die Gestik und die Sprache.

Es ist vor allem ein Film, der - so paradox es klingt -genial Sprache inszeniert. Man erlebt, wie ein Mann, dieser verzweifelte Willy Loman, sich durch sein Reden am Leben erhält. Durch sein Reden sich über Wasser zu halten versucht. Mit Reden eine unheimliche Macht über seine Familie ausübt. Sich beim Sprechen von sich selber überzeugt - und darunter ist alles bodenlos. ..."