Tod eines Handlungsreisenden : Inhalt

Länge: 136 Min. Format: 35mm Farbe

Uraufführung: 07.05.1986, München (FBW "besonders wertvoll")

Preise:
Golden Globe 1986 (Bester Darsteller in einem TV-Film, Dustin Hoffman)


Wenn die Leute einen mögen, kann man es weit bringen. Mit dieser Devise fährt der Handlungsreisende Willy Loman (Dustin Hoffman) mit seinen Musterkoffern durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Seine Schuhe glänzen. Er poliert sie jeden Tag, ebenso wie seinen persönlichen amerikanischen Traum vom lächelnden Erfolg.

Der Erfolg bleibt schon lange aus, aber die Illusion wird weiter gepflegt - von der ganzen Familie. Willys Frau Linda (Kate Reid) unterstützt die Lebenslüge ebenso munter wie sein Sohn Happy (Stephen Lang). Erst als Willy Loman von seiner Firma gefeuert wird, scheint die Kluft zwischen Traum und Wirklichkeit unüberbrückbar. Willy Loman hat aber auch dagegen ein Mittel: er flüchtet sich in die Vergangenheit. Außerdem hat er ja noch einen zweiten Sohn, der vor Jahren die Familie verlassen hatte und nun wieder zurückgekommen ist. Biff (John Malkovich) soll den Traum des Vaters übernehmen und es zu etwas bringen.

Doch Biff ist der einzige, der die Lebenslüge des Vaters durchschaut. Er will sie nicht wiederholen. In einer leidenschaftlichen Auseinandersetzung zwingt Biff seinen Vater, der schmerzhaften Wahrheit ins Auge zu sehen, dass sie alle niemand sind. Weinend bittet er ihn, seinen falschen Traum zu begraben, bevor es zu spät ist. Willy Loman ist gerührt, sein Sohn mag ihn, aus dem wird noch mal was Großes.

Für den Handlungsreisenden selbst ist es zu spät. Mit dem Traum muss er auch sich selbst begraben. Wenn sein Leben schon nichts wert war, soll wenigstens sein Tod etwas bringen. Die Lebensversicherung wird der Familie weiterhelfen ...

"Tod eines Handlungsreisenden" ist einer der wenigen amerikanischen Klassiker. Arthur Miller hat dieses Theaterstück im Alter von 32 Jahren geschrieben. 1949 wurde es uraufgeführt, danach in aller Welt gespielt.