Strohfeuer : Pressestimmen

Länge: 101 Min. Format: 35mm Farbe

Uraufführung (IT): Sep 1972, Venedig, IFF; Kinostart (DE): 01.11.1972, München, Arri; TV-Erstsendung (DE): 02.11.1972, ARD

Preise:
Deutscher Kritikerpreis 1972
IFF Chicago 1973 (Golden Hugo)
Brüssel 1973 (Prix Femina)
IFF Karlovy Vary 1974 (Preis der Werktätigen)


SZ

Von Siegfried Schober

"Ein wichtiger und restlos überzeugender Film zu dem es in Deutschland nichts Vergleichbares gibt. "Strohfeuer" ist kein "Frauen-Film", es ist ein Film, der nichts anderes zu tun hat, als zunächst einmal die Frau von der Rolle, die sie fast immer im Kino spielt, zu befreien und in "normale" Relationen zu bringen; . . . "Strohfeuer" ist nicht parteiisch, sondern nur gerecht. ..."

Der Spiegel

"Schlöndorffs "Film voller Trauer" ist dennoch von Resignation so weit entfernt wie von agitatorischer Einseitigkeit: Optisch perfekt (Kamera: Sven Nykvist), fair und faktenreich analysiert er - nach Lebenserfahrungen der Schlöndorff-Ehefrau Margarethe von Trotta, die am Drehbuch mitgeschrieben hat und in der Hauptrolle brilliert - ein Problem des bürgerlichen Mittelstandes. Dabei vermeidet er Langeweile und hütet sich vor faulen Kompromissen."

Die Zeit

"Ein Film dicht an der Realität, die Kamera (Ingmar Bergmanns langjähriger Mitarbeiter Sven Nykvist) kultiviert die atmosphärische, raffiniert und ausgeleuchtete Großaufnahme von Alltäglichem, Lapidarem; Margarethe von Trotta, die mit Schlöndorff, ihrem Mann, das Drehbuch schrieb, ist als Elisabeth von sympathischer Natürlichkeit."

Abendzeitung, München

"Das Stroh- verdient ein Freudenfeuer: der Film überzeugt in Mache und Aussage, die Schauspieler-Crew mit der brillanten Margarethe von Trotta an der Spitze liefert exakte Portraits aus der bundesdeutschen Typenkiste, leistete bis in die Nuancen exakte Arbeit."