Strajk - Die Heldin von Danzig : Pressestimmen

Länge: 104 Min. Format: 35mm Farbe

Uraufführung (CA): 11.09.2006, Toronto, IFF; Kinostart (DE): 08.03.2007; TV-Erstausstrahlung: 26.09.2008 (TV)

Preise:
Bayerischer Filmpreis 2007 (Beste Bildgestaltung)
Bayerischer Filmpreis 2007 (Darstellerinnenpreis)
IFF Saturno 2006 Goldener Saturn (Bester Film)


Tagesthemen 06.03.2007

Von Tina von Löhneysen

Tagesthemen über „Strajk – Die Heldin von Danzig“

Ein Deutscher verfilmt die polnische Geschichte. Im ersten Moment vielleicht eine überraschende Konstellation. Aber so funktioniert Geschichtsverarbeitung im Kino häufig. Die ersten Annäherungsversuche kommen von außen. …

Immerhin ist die Solidarnosc auch ein Teil der Geschichte dieses Landes. Ohne die freie Gewerkschaft hätte es den Fall der Mauer so wohl nicht gegeben.

heute journal 06.03.2007

Von Beate Pinkerneil

heute journal über „Strajk – Die Heldin von Danzig“

Der Danziger Aufstand schlägt welthistorische Wellen… der Anfang vom Ende des Ostblocks… Die historischen Einzelheiten werden höchstgenau erzählt, nur für die Biografie der Heldin beansprucht der Film künstlerische Freiheit. … Durch ihre enorme Vitalität und Überzeugungskraft macht Katharina Thalbach aus dem realen Vorbild eine wahrhaft denkwürdige Heldin… Katharina Thalbach… ein Glücksfall, nie war sie so eindrucksvoll wie in diesem folgenreichen Schlüsseldrama der jüngsten polnischen Geschichte.

Süddeutsche Zeitung 07.03.2007

Von Fritz Göttler

Die Frau im Kran

…Was großartig rüberkommt, ist die Faszination der Materie, von Stahl und Feuer, mit Kränen, die wie riesige Insekten die Decken der Werkshallen entlangkriechen – was einfach befreiend wirkt in Zeiten, da man manchmal übersättigt ist von wieseliger Computertricktüftelei. Schlöndorff filmt Enthusiasmus, eine DanzigSinfonie. Und kommt in diesen Momenten den Ursprüngen des Kinos ganz nah, zwischen Eisenstein, Vertov und „Modern Times“.

Abendzeitung 07.03.2007

Von Margret Köhler

Mutter Courage

Schlöndorff „… setzt aber all den Menschen ein Denkmal, die 1980 auf die Straße gingen, nicht nur materielle Verbesserungen erkämpften, sondern auch ideelle wie das Streikrecht, das Recht zur Gründung einer unabhängigen Gewerkschaft und das Recht auf Meinungsfreiheit. Auch bei uns sind heiße Debatten vorprogrammiert.

Die Welt 01.03.2007

Von Gerhard Gnauck

„Der Wodka gehörte dazu“

Polens Oscar-Preisträger Andrzej Wajda: „Ein guter Film. Ich habe begierig zugeschaut, mit welch

glücklicher Hand die Figuren geführt werden. Ich verstehe, was sie antreibt. Volker hat einen Film für die Welt gemacht, und das ist fantastisch. … Chyra hat mich sehr beeindruckt. … Das ist der lebendige Lech! Eine Filmgestalt und doch so wahrhaftig. … in Chyra steckt diese Freude, die uns damals alle angesteckt hat. Dieser tiefe Glaube eines Menschen, dass man siegen könne.“

arte Kinonews 05.03.2007

Von Nana A.T. Rebhan

Von der Heldin der Arbeit zur Heldin der Arbeiter

Katharina Thalbach … Diese stille, bescheidene Heldin ist eine Paraderolle für sie. Dank der ihr eigenen Schnoddrigkeit, ihrer seltsam holprigen Stimme, ihrem unebenen Gesicht und ihrer großartigen Schauspielkunst gelingt es ihr, jegliches potentielle Pathos aus der Rolle zu vertreiben. … An ihrer Seite bisweilen der elegant und witzig agierende Dominique Horwitz, der ihren Lebensgefährten mimt.

B.Z. 07.03.2007

Von Ulrike Ruppel

Johanna von Danzig

… ist Schlöndorff der richtige Film zur richtigen Zeit gelungen: Es tut gut zu sehen, wie die couragierten

Arbeiter den Mächtigen einheizen. … Alles in allem eine spannende Geschichtslektion, die – vor allem wegen einer herausragenden Kathi Thalbach – gleichermaßen unterhält und bewegt.