Krieg und Frieden : Pressestimmen

Länge: 123 Min. Format: 16mm + 35mm + Video - kopiert auf 35mm

TV-Erstausstrahlung (DE): 16.11.1987, ZDF; Auffrührung (DE): 29.10.2008, Hof, Filmtage


 

Von Alexander Kluge

"Meine Motivation, etwas über "Krieg" zu machen, ist nicht erst bei diesem Film entstanden, sondern ich habe mit meinem Buch über "Stalingrad", mit der Beschreibung des "Luftangriffs auf Halberstadt" und noch bei einer Reihe anderer Geschichten mich mit Krieg befasst. Es ist ein Dauerthema. Wie es mit den Menschen in dieser Gesellschaft gemeint ist, das ist mit Krieg öffentlich gemacht und im Frieden unter lauter Scheinheiligkeit verborgen."

 

Von Stefan Aust

"... Das ... erste Motiv: sich mit dem vordringlichen politischen Problem der Gegenwart auseinanderzusetzen, Position zu beziehen, Zusammenhange darstellen. Denn es ist ja ein Irrtum, dass das Fernsehen das tut. Wenn es so wäre, könnte man auf diesen Film verzichten. ..."

Frankfurter Rundschau 11.02.1983

Von Wolfram Schütte

" ... Der Film besitzt viele Stücke einer ausgesprochenen oder Probleme antippenden und Fragen aufwerfenden "gegeninformatorischen" Zeitung; mit seinem Zeitungscharakter teilt er sowohl die Fülle der Informationen als auch deren Vielfalt, das Vermischte wie das Flüchtige. Er erlaubt und wünscht sich die Haltung eines Zuschauers, der mit Vorwissen und Kenntnis, Assoziationswillen und Phantasiemöglichkeit wie ein Flaneur die ausgestellten Gegenstände zu taxieren versteht und zu ihren subversiven Reizen vorzudringen vermag. ..."

AZ 10.02.1983

Von Ponkie

" ... "Krieg und Frieden" ist kein Konfliktlösungsfilm, sondern eine Einladung zum Denken in historischen Zusammenhängen. Eine Chronik, eine Satire, eine Beschwörung, ein Dokument, ein Gedankenhaufen, ein komischer Tragödienreport: Dr. Kluges Intelligenzbombe für das Prinzip Hoffnung. Die Qualität dieser Form des "kooperativen Films" kann nicht in seiner Einheit liegen - sie liegt im Widerstreit der Temperamente und im Kontrast der Mittel. Film als Friedensmarsch, gewaltlos, subversiv und radikal auf dem Boden des Grundgesetzes!"