Die Blechtrommel : Inhalt

Länge: 145 Min. Format: 35mm Farbe

Uraufführung (DE): 03.05.1979, Berlin, Mainz, Wiesbaden (FBW "besonders wertvoll"); TV-Erstausstrahlung (DE): 01.05.1984, ARD

Preise:
IFF Sydney 1980 (1. Preis)
IFF Mailand 1980 (Premio San Fedele)
Academy Awards 1980 (Oscar, Bester fremdsprachiger Film)
IFF Belgrad 1980 (Beste Regie)
1980 (Goldene Leinwand)
David Wark Griffith Award 1980 (Bester ausländischer Film)
Filmzeitschrift "Cinema" 1979 (Jupiter)
Deutscher Filmpreis 1979 (Goldene Schale, Bester programmfüllender Spielfilm)
IFF Cannes 1979 (Goldene Palme - Palme d'Or)


Der Held des Film, Oskar Matzerath (David Bennent), kommt als überaus frühreifer hellhöriger Säugling zur Welt. Beim dritten Geburtstag stellt er aus genereller Verweigerung sein Wachstum ein; Familie und Ärzten gibt er eine äußerliche Erklärung mit einem arrangierten Sturz von der Kellertreppe. Gleichzeitig erhält er die erste seiner weißroten Kindertrommeln. Indem er auf's Blech haut, schafft er Distanz zwischen sich und der Welt der Erwachsenen.

Oskar ist ein Schreihals: Seine protestierende Stimme zersingt Glas.

Oskar ist ein Störenfried: Sein Rhythmus bringt Naziaufmärsche durcheinander und Braunhemden zum Tanzen.

Oskar ist Künstler: Er wird Artist beim Fronttheater am Westwall.

Oskar ist Liebhaber: Er schwängert seine spätere Stiefmutter, hilft im Ehebett eines Gemüsehändlers aus und umarmt die entzückende Liliputanerin Raguna.

Oskar hat etwas genialisches, aber auch etwas teuflisches. Er bringt seine beiden mutmaßlichen Väter ins Grab und ist am Tod seiner Mutter nicht unschuldig.

Blechtrommelnd begegnet er der Unbill seiner eigenen Existenz und protestiert gegen die Hybris des Zeitgeschehens, erlebt Aufstieg und Untergang der Nazis in Danzig.