Der Kandidat : Inhalt

Länge 129 Min. Format 35mm Farbe und s/w

Uraufführung 18.04.1980, (FBW "besonders wertvoll")

Preise:
IFF Florenz 1980


Mit Blickpunkt auf "Deutschland im Herbst" (1980) gemacht, wenn Bundestagswahlen stattfinden, setzt sich der Film "Der Kandidat" mit Deutschlands Geschichte und Gegenwart und mit dem Mann auseinander, der sich als CDU/CSU-Kanzlerkandidat um das wichtigste politische Amt in unserem Land bewirbt: Franz Josef Strauß.

In dieser umfangreichen Dokumentation, die vier deutsche Regisseure (Stefan Aust, Alexander von Eschwege, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff) gemeinschaftlich erarbeitet haben, werden die Vergangenheit des CSU-Politikers Strauß und seine aktuellen Auftritte auf der politischen Bühne aus dem Blickwinkel von engagierten Filmautoren untersucht und eingereiht in das jeweilige Zeitkolorit.

Ein Diskussionsbeitrag zum Wahljahr mit Informationen, wie ihn das Fernsehen nicht bringen wird. Ein Film, der auch nach dem Wahldatum aufgrund seiner Deutschlandbeschreibung wichtig bleiben wird.

Das Ergebnis ist ein kritisches, aber faires Bild von Franz Josef Strauß. Nicht chronologisch, sondern eingereiht in umfassende politische und gesellschaftliche Zusammenhänge werden die Stationen in der Laufbahn des CSU-Politikers dargestellt, der dreißig Jahre bundesdeutsche Politik mitgemacht und mitbestimmt hat. Darüber hinaus liefert das Team Anschauungsmaterial über Deutschlands Geschichte und Gegenwart. Mit der Kamera unterwegs durch Deutschland zu Orten, wo Politik gemacht wird, beim Deutschland-Tag der Jungen Union in Hannover, beim politischen Aschermittwoch in Passau, beim Parteitag der Grünen in Karlsruhe, in Bonn und in Kreuth haben die vier Regisseure aktuelle deutsche Wirklichkeit festgehalten. Diese Aufnahmen sind von beklemmender Intensität und vermitteln ein Deutschlandbild, das es in dieser Form als Kinofilm noch nicht gegeben hat und das auch das Fernsehen nicht bringen wird.