Filme
- 2007 Ulzhan
- 2005 Strajk
- 2005 Enigma - eine uneingestandene Liebe
- 2004 Der neunte Tag
- 2001 Ten minutes older
- 2000 Die Stille nach dem Schuss
- 1998 Palmetto
- 1996 Der Unhold
- 1992 Billy, how did you do it?
- 1991 Homo Faber
- 1989 Die Geschichte der Dienerin
- 1987 Ein Aufstand alter Männer
- 1985 Tod eines Handlungsreisenden
- 1983 Eine Liebe von Swann
- 1982 Krieg und Frieden
- 1981 Die Fälschung
- 1980 Der Kandidat
- 1979 Die Blechtrommel
- 1978 Deutschland im Herbst
- 1977 Nur zum Spaß, nur zum Spiel
- 1976 Der Fangschuss
- 1975 Die verlorene Ehre der...
- 1974 Übernachtung in Tirol
- 1974 Georginas Gründe
- 1972 Strohfeuer
- 1971 Die Moral der Ruth Halbfass
- 1970 Der plötzliche Reichtum der...
- 1969 Baal
- 1969 Michael Kohlhaas - der Rebell
- 1967 Der Paukenspieler
- 1966 Mord und Totschlag
- 1965 Der junge Törless
- 1960 Wen kümmert's
Opern
Die Fälschung
Zitate aus Nicolas Borns Roman "Die Fälschung"
"Der Leser war ihm doch scheißegal, aber darum ging es ja auch nicht. Es gab noch eine andere Instanz, er wusste nicht genau, was es war, nur wie es sich äußerte. Er wusste, dass er eine Arbeit, wenn er sie schon machte, richtig machen sollte, und das hieß ehrliche Arbeit, Einsatz. Er musste überall zur Stelle sein, wenn jemand starb, jeden Einzelfall musste er dokumentieren, er war hier zu etwas verpflichtet, zum Hinsehen."
Stephan Reinhard, in: Frankfurter Rundschau, 3.4.1979
Nicolas Borns Roman "Die Fälschung" ist ein episches Sinnbild dieser Zeit, die Zweifel Georg Laschens sind die Reaktion auf die Verhältnisse dieser Jahre. Ist es denn nicht Wahnsinn, wenn beinahe täglich Massaker und vor Hunger sterbende Kinder in den Medien abgebildet werden, aber nichts sich entscheidend ändert und der Schrecken zur Gewohnheit wird?"
Reinhard Baumgart, in: Der Spiegel, Nr. 46/79, 12.11.79
" ... Erinnerungen an ein falsches Leben, Hoffnungen auf ein neues, für das er sich als eh und je schönsten Fluchthelfer eine Liebe sucht. ... Er sieht eine Fata Morgana: statt des unerträglichen Friedens in der Lüneburger Heide nun sein leuchtendes Zukunftsleben mitten im nahöstlichen Tohuwabohu. Aber seine Liebe, die deutsche Araberin, hat auch ein neues Leben vor, und für das findet und adoptiert sie ein Kriegskind. Wieder wird Laschen zum Zuschauer."
FAZ, 23.7.79
"... ein spannendes Stuck Zeitgeschichte. Es führt zu einem Brennpunkt heutiger Weltpolitik.
Doch wir sehen auch das andere, die Vitalität der geschundenen Stadt, die sich nach dem Schrecken der Nacht allmorgendlich erneuert; wir sehen das schöne Licht über den Bergen, den Tau der Frühe, die schattigen Garten der Villenviertel. Wir sehen den Taxifahrer, der im Zickzackkurs durch verminte Stadtviertel rast und plötzlich anhält, um einer verschleierten Frau ein Büschel Petersilie abzukaufen. Auch die Dolce vita scharf bewachter politischer Führer wird uns vor Augen geführt; den Rand der Geschichte bevölkern abgebrühte amerikanische Reporter, Waffenschmuggler, zwielichte Figuren, leichte Mädchen, ganz wie in Illustriertenromanen, denen in der deutschen Literatur gewöhnlich derartige Themen überlassen sind."