Filmstudio Babelsberg

Nachdem Schlöndorff nach dem Fall der Mauer wieder zurück in Berlin ist, erfährt er, dass die Filmstudios in Babelsberg abgerissen bzw. aufgelöst werden sollen. Schlöndorff war mit den dort gedrehten Filmen, besonders die Stummfilme, aufgewachsen und hatte auch in seiner Zeit in Frankreich mit diesen gearbeitet. Somit wollte er sich an der Rettung der Filmstudios Babelsberg und am Wiederaufbau beteiligen. Dazu motiviert hatte ihn vor allem der Filmregisseur Peter Fleischmann, mit dem er die Produktionsfirma Hallelujah-Film gegründet hatte. Zuerst stießen Fleischmann und Schlöndorff mit dem Willen zur Rettung der Studios allerdings auf Kritik. Die Studios lagen eher außerhalb, gehörten nicht zu Berlin. Die Hauptstadt hatte bereits ihre eigenen Filmstudios und man wollte keine Konkurrenz. Doch Babelsberg ist historischer Boden. Auf Fleischmanns und Schlöndorffs Betreiben wurden die Studios an den französischen Konzern Compagnie Générale des Eaux (heute Vivendi Universal) 1992 verkauft. 

Das Filmstudio Babelsberg wurde aufwendig umgebaut und in eine moderne Medienstadt verwandelt, die bis heute Filmleute aus aller Welt nach Potsdam führt. Die Wiege der deutschen Filmkunst konnte schließlich nicht verloren gehen. Viele bekannte Filme, Serien und Sendungen, nationale wie auch internationale, wurden und werden bis heute dort gedreht.

Von 1992 bis 1997 war Schlöndorff Geschäftsführer des Filmstudios Babelsberg. Seit 2001 ist er Vorsitzender des Vereins Europäisches Filmzentrum Babelsberg.

 

ZURÜCK ZUR BIOGRAPHIE