Biographie

Volker Schlöndorff ist wohl einer der bedeutendsten und international erfolgreichsten deutschen Regisseure. Er besitzt eine ausgeprägte Vorliebe für Verfilmungen deutscher und internationaler Literaturklassiker. Mit Begeisterung widmet er sich Werken, die als unverfilmbar gelten und macht sie dem breiten Publikum zugänglich und verständlich. Doch auch gesellschaftskritische Arbeiten gehören zu seinem Repertoire. Alle seine Filme sind sehr anspruchsvoll und gleichzeitig unterhaltend.

Schlöndorff wurde am 31. März 1939 in Wiesbaden geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Schlangenbad, verließ aber schon in jungen Jahren seine hessische Heimat in Richtung Frankreich. Aus dem eigentlich geplanten Aufenthalt von zwei Monaten wurden schließlich zehn Jahre, Schlöndorff verbrachte also einen Großteil seiner Jugend in Paris. Hier vollendete er seine schulische Ausbildung und legte so den Grundstein für seinen darauf folgenden Weg zum Film. Lesen Sie mehr über Schlöndorffs junge Jahre unter Volker Schlöndorff - Kindheit und Jugend.

Wenn auch über den Umweg eines Studiums der Politikwissenschaft gelangte Schlöndorff letztendlich doch zum Film, als Regieassistent von Louis Malle, Alain Resnais und Jean-Pierre Melville. Mehr Informationen zu seinen ersten Schritten hin zum Film finden Sie unter Volker Schlöndorff - Der Weg zum Film.

1964 entsteht Schlöndorffs erster eigener Film - Der junge Törless. Der Film wird mehrfach ausgezeichnet und ist der erste internationale Erfolg des jungen deutschen Films. Es folgen viele weitere Filme wie ein munterer, boshafter Genre-Mix in Mord und Totschlag oder ein Ausflug in das Genre des Heimatfilms mit Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach sowie eine westernartige Adaption mit Michael Kohlhaas - Der Rebell oder auch eine Emanzipationsgeschichte wie in Strohfeuer.

Mit Die verlorene Ehre der Katharina Blum gelingt Schlöndorff dann auch der Durchbruch an den deutschen Kinokassen. Diesen Film drehte er zusammen mit Margarethe von Trotta mit der er seit 1971 verheiratet war. 1991 wurde die Ehe geschieden und 1992 heiratet Schlöndorff in zweiter Ehe die Filmschnittmeisterin Angelika Gruber. Mehr über Schlöndorff privat unter Volker Schlöndorff - Privatleben.

Mit der Verfilmung des Grass-Stücks Die Blechtrommel gelingt Schlöndorff sein wohl bisher größter Erfolg. Der Film bringt ihm die Goldene Palme in Cannes und den Oscar für den Besten ausländischen Film und öffnet ihm die Türen für die internationale Filmproduktion. Es folgen deutsch-amerikanische Filmproduktionen mit internationaler Starbesetzung wie zum Beispiel Tod eines Handlungsreisenden mit Dustin Hoffman oder Palmetto mit Woody Harrelson. Erfahren Sie mehr über Schlöndorffs Filme unter Volker Schlöndorff - Filme und Werke.

Neben seiner Tätigkeit als Filmregisseur inszeniert er mit Begeisterung Opern und Bühnenwerke. Bei einigen seiner Filme arbeitete Schlöndorff mit Hans Werner Henze. Aus dieser Begegnung entstanden Operninszenierungen wie Wir erreichen den Fluss von Hans Werner Henze, Katja Kabanova und Totenhaus von Leos Janacek, sowie La Bohème und Lady Macbeth aus Mzensk. Mehr erfahren Sie unter Volker Schlöndorff - Oper und Bühnenwerke.

Neben seinen Filmen zeigt Schlöndorff auch politischen Einsatz, nicht nur in seinen Filmen. 2005 und 2009 unterstützte er öffentlich die CDU-Kanzlerkandidatin/spätere Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Wahlkampf. Ausführlichere Informationen erhalten Sie dazu unter Volker Schlöndorff - Politisches Engagement.

Zudem hat er sich für die Erhaltung des Studio Babelsberg stark gemacht, um dieses vor der Schließung zu retten und somit eine historische Stätte für die Filmwelt zu erhalten. Lesen Sie hierzu mehr unter Volker Schlöndorff - Filmstudio Babelsberg.